Altersvorsorgedepot: Deine Rente. Staatlich gefördert.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Deine Zukunft in die Hand zu nehmen.
Erfahre, wie das Altersvorsorgedepot funktioniert, welche staatlichen Förderungen Du nutzen kannst, worauf Du achten solltest und wie Du den passenden Anbieter findest.
Der Zulagenrechner
Der Rechner benötigt JavaScript.
So funktioniert das Altersvorsorgedepot
Einzahlen
Du zahlst regelmäßig oder einmalig auf ein zertifiziertes Depot ein. Gefördert wird ein Eigenbeitrag von mindestens 120 € im Jahr.
Fördern lassen
Der Staat legt Zulagen obendrauf. Zusätzlich kannst Du Beiträge steuerlich geltend machen. Das Finanzamt prüft, was für Dich günstiger ist.
Im Alter auszahlen
Ab dem Rentenalter erhältst Du das Geld entweder als Auszahlungsplan oder als lebenslange Rente. Ein Teil des Guthabens kann zu Beginn einmalig ausgezahlt werden.
Das solltest Du wissen
Zweckgebunden
Das Geld ist für die Altersvorsorge gedacht. Wer vorzeitig entnimmt, riskiert den Verlust der Förderung.
Kosten im Blick
Für das Standarddepot sind laufende Kosten gedeckelt. Bei selbst gewählten Fonds und ETFs unterscheiden sich die Anbieter deutlich.
Anlagerisiko
Das Standardprodukt hat keine Beitragsgarantie. Der Wert Deines Depots kann schwanken und auch sinken.
Welcher Anbieter passt zu Dir?
Anbieter unterscheiden sich bei Kosten, Fondsauswahl und Service. Wir zeigen die Unterschiede und helfen Dir bei der Auswahl.
Beratung anfordern
Hast Du Fragen oder möchtest Du Deine persönliche Situation besprechen? Hinterlasse uns Deine Daten, wir melden uns bei Dir.
Wichtiger Hinweis: Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum Verlust des eingesetzten Geldes. Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Informationen und keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Stand der Angaben: Oktober 2026.
Altersvorsorgedepot kritisch betrachtet
Die Reform bringt echte Verbesserungen. Sie macht aber nicht jedes Angebot automatisch gut. Hier steht, worauf du achten solltest, auch wenn es um meine eigene Branche geht.
Eine Chance, aber kein Selbstläufer
Das Altersvorsorgedepot ist ein Fortschritt gegenüber vielen Riester-Verträgen. Du kannst am Kapitalmarkt teilnehmen, die Förderung wächst mit deinem Beitrag, und die Auszahlphase wird flexibler. Trotzdem gilt: Ob am Ende viel bei dir ankommt, entscheidet nicht das Gesetz, sondern das einzelne Produkt. Ab 2027 werden viele Anbieter und Vermittler um dich werben. Dann hilft es, die richtigen Fragen zu kennen.
Meine Haltung als Vermittler: Ich möchte Altersvorsorgedepots vermitteln, aber nicht um jeden Preis. Ich wähle nur Anbieter und Produkte aus, die ich für verbraucherfreundlich halte, und richte meine Empfehlung nicht nach der Höhe einer Provision. [Bitte ergänzen: Wie ich vergütet werde, zum Beispiel Provision vom Anbieter oder Honorar, und wo du die Angaben in der Erstinformation findest.]
Kosten entscheiden über das Ergebnis
Für das staatliche Standarddepot gilt eine Obergrenze von 1,0 % Effektivkosten pro Jahr. Jeder Anbieter muss mindestens ein solches Depot anbieten. Bei anderen Produkten gibt es diesen Deckel nicht. Dort kann mehr Fondsauswahl oder Betreuung geboten werden, es kann aber auch deutlich teurer werden. Die Verbraucherzentrale erwartet bei als „Premium" vermarkteten Angeboten Kosten von 1,5 bis 2,5 % im Jahr oder mehr.
Das klingt nach wenig, ist aber über Jahrzehnte viel. Ein vereinfachtes Beispiel: 100 € monatlich über 35 Jahre, also 42.000 € Einzahlung. Wir nehmen 6 % Rendite vor Kosten an. Das ist eine Annahme und keine Prognose. Zulagen und Steuern sind nicht eingerechnet.
| Jährliche Kosten | Endwert (gerundet) | Unterschied zu 0,3 % |
|---|---|---|
| 0,3 % | ca. 129.000 € | – |
| 1,0 % | ca. 111.000 € | ca. 18.000 € weniger |
| 2,0 % | ca. 90.000 € | ca. 39.000 € weniger |
Auch eine Obergrenze ist kein Gütesiegel. 1,0 % ist erlaubt, aber nicht automatisch günstig. Bei einem einfachen ETF-Depot sind niedrigere Kosten möglich. Vergleiche deshalb immer die Gesamtkosten pro Jahr, nicht nur die Zulage.
Zulagen machen ein schlechtes Produkt nicht gut
Die Förderung ist ein starkes Argument, besonders für Familien und bei kleinem Einkommen. Aber hohe Kosten, eine enge Fondsauswahl oder ungünstige Bedingungen können einen Teil davon wieder auffressen. Dazu kommt die Steuer: Im geförderten Depot bleiben Erträge in der Ansparphase steuerfrei, die spätere Auszahlung wird aber mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Ein normales ETF-Depot wird anders besteuert und kann je nach Situation attraktiver sein. Ein Vergleich lohnt sich also.
Was passiert im Ruhestand?
Statt einer lebenslangen Rente kannst du einen Auszahlungsplan wählen. Er kann höhere monatliche Beträge ermöglichen. Er hat aber ein Ende: Ein Plan bis 85 ist mit 85 aufgebraucht. Wer älter wird, muss das einplanen. Bei einer lebenslangen Rente trägt dagegen der Anbieter dieses Risiko, dafür kostet sie oft mehr. Welche Lösung besser passt, hängt von dir ab. Ein pauschales Versprechen höherer Auszahlungen ist jedenfalls zu kurz gedacht.
Lass dich nicht unter Druck setzen
Zum Start der neuen Verträge wird es viel Werbung geben. Sätze wie „Du verschenkst Förderung" oder „Du musst jetzt handeln" solltest du misstrauisch machen. Es gibt keine Frist, die dich zum Schnellabschluss zwingt. Wer ein Produkt verkauft, verdient in der Regel daran, auch ich. Das macht nicht jede Beratung schlecht, aber du solltest wissen, wer woran verdient. Frag ruhig danach und lass dir die Antwort schriftlich geben.
Wenn du schon einen Riester-Vertrag hast: Kündige ihn nicht vorschnell. Er hat Bestandsschutz, und ein Wechsel kann Kosten verursachen und lässt sich nicht rückgängig machen. Rechne vorher nach.
Die richtigen Fragen an jeden Anbieter
Wie hoch sind die Gesamtkosten?
Verlange die Effektivkosten in Prozent pro Jahr und als Euro-Betrag für dein Beispiel.
Gibt es ein Standarddepot?
Und wie schneidet das teurere Angebot im Vergleich dazu ab?
Was passiert bei Wechsel oder Kündigung?
Welche Kosten fallen an, und können sie später steigen?
Wie sieht die Auszahlphase aus?
Rente oder Auszahlungsplan, und wer trägt das Risiko, dass das Geld nicht reicht?
Wer verdient woran?
Frag nach Provision, Honorar und Abschlusskosten und lass dir das schriftlich geben.
So wähle ich Anbieter und Produkte aus
- Transparente Kosten, die klar in Prozent und Euro ausgewiesen sind.
- Ein Standarddepot oder eine vergleichbar günstige Variante im Angebot.
- Keine versteckten Gebühren für Wechsel, Beitragsänderungen oder Kündigung.
- Eine nachvollziehbare Fondsauswahl mit günstigen, breit gestreuten Fonds.
- Verständliche Bedingungen für die Auszahlphase.
Die Höhe einer Provision spielt dabei keine Rolle. Wenn ein Produkt diese Kriterien nicht erfüllt, empfehle ich es nicht.
Stand: Oktober 2026. Grundlage sind das Altersvorsorgereformgesetz (BGBl. I 2026 Nr. 156) und die Einschätzung der Verbraucherzentrale (Stand 20. Juli 2026). Die Rechenbeispiele sind vereinfacht, keine Prognose und keine Anlageberatung. Einzelheiten können sich durch Verordnungen und Anbieterbedingungen ändern.
Du möchtest dein Angebot gemeinsam prüfen?
Schick mir die Unterlagen oder deine Fragen. Wir schauen gemeinsam auf Kosten, Bedingungen und die passende Lösung.